Aktuelle Meldungen

7. Novelle der Verpackungsverordnung

 

Bundestag und Bundesrat haben im Sommer 2014 die 7. Novelle der Verpackungsverordnung verabschiedet.

Damit wurden - längst überfällig - gesetzliche Schlupflöcher geschlossen, die in der Vergangenheit von einigen Systembetreibern extrem ausgenutzt wurden, um sich im Wettbewerb Vorteile zu verschaffen und Marktanteile auszuweiten.

Die Möglichkeit zur Eigenrücknahme der in Verkehr gebrachten Verpackungen wird zum 01. Oktober 2014 abgeschafft. Lieferungen von Verpackungen an industrielle/gewerbliche Verbraucher, die bisher selbst zurückgeholt und einer Verwertung zugeführt wurden, können dann bei der KBS GmbH günstig lizenziert werden, auch wenn sie als Kundenservice weiterhin abgeholt werden sollten.

Sogenannte Branchenlösungen werden durch erheblich verschärfte Dokumentationspflichten wesentlich eingeschränkt. So müssen die teilnehmenden vergleichbaren Anfallstellen ab dem 01.01.2015 ihre Teilnahme schriftlich bestätigen und außerdem die angelieferten und zurückgeführten Verpackungsmengen getrennt nach Stoffen und nach Hersteller/Inverkehrbringer aufgegliedert dokumentieren. Ein allgemeiner Nachweis über Marktgutachten wird nicht mehr gestattet.

KBS begrüßt ausdrücklich die damit wieder verbesserte Rechtsklarheit und weitgehende Vermeidung von Schlupflöchern, denn diese hatten auch bereits zu Mengeneinbußen bei angestammten Kundenbeziehungen der seriösen Systembetreiber geführt.

Die Lizenznehmer der KBS GmbH sind grundsätzlich mit ihren nach § 7 VerpackV gemeldeten Mengen nicht betroffen. Sollten einige außerdem noch Eigenrücknahmen praktizieren, so stehen die Systeme der KBS zur preiswerten Lizenzierung kurzfristig zur Verfügung.

Bei allen auftauchenden Fragen oder Unsicherheiten steht - wie gewohnt - das KBS-Team mit Rat und Tat zur Verfügung.

 

 

Brancheninitiative Produktverantwortung (BiPv) gegründet!

 

Die KBS GmbH und drei weitere Betreiber herstellergetragener Systeme für die Rückführung von Verpackungen haben sich zur Brancheninitiative Produktverantwortung (BiPv) zusammengeschlossen.

Ziele dieser Arbeitsgemeinschaft sind die langfristige Sicherung der ökologisch sinnvollen Rücknahmesysteme für entleerte Verpackungen sowie eine Entbürokratisierung und damit verbundenen Abwicklungserleichterungen.

Bei Fragen zu diesem Thema mailen Sie uns bitte.

 

KBS-Lizenzgebühren erneut gesenkt!


Für alle Abfüller in Stahlverpackungen, die an industrielle und gewerbliche Kunden liefern, gibt es die gute Nachricht, dass die Lizenzgebühren der KBS GmbH ab dem 01.07.2013 erneut gesenkt werden konnten.

 

KBS - Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH:


Die alternative und preiswerte Recycling-Lösung im Dschungel der Verpackungsverordnung!

Vor dem Hintergrund des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sind inzwischen eine Reihe ergänzende untergesetzliche Regelwerke und Verordnungen in Kraft.

Abfüller und Verpacker sind als Erstinverkehrbringer ihrer Ware nebst Verpackung grundsätzlich zur kostenlosen Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen verpflichtet. Dabei müssen Verkaufsverpackungen, die den privaten Endverbraucher erreichen, bei dualen Systemen lizenziert werden (5. Novelle der Verpackungsverordnung).

Entscheidend ist hierbei, dass die Lizenzierungspflicht bei dualen Systemen nicht gilt (gemäß § 7 VerpackV), wenn

- die Produkte direkt von Fachbetrieben bezogen und verarbeitet werden (auch  über den Handel),

- an gewerbliche Fachbetriebe verkauft wird, die diese Produkte nicht am eigenen Firmenstandort einsetzen und verarbeiten,

- an gewerbliche Betriebe verkauft wird, die diese Verpackungen nicht über ihren Privathaushalt entsorgen.

Sollten also die Absatzwege eines Abfüllers so ausgestaltet sein, dass seine Kunden ausschließlich diesen Strukturen zugeordnet werden können, so entfällt die Lizenzierungspflicht bei dualen Systemen und ebenso die Abgabe einer Vollständigkeitserklärung an die IHK.

Sollten nur Teilmengen diesen Absatzstrukturen entsprechen, so kann die gesamte Verpackungsmenge gesplittet werden: Der Teil an private Haushalte ist bei einem dualen System anzumelden, für den gewerblichen Teil ist die Eigenrücknahme oder Beauftragung Dritter nach § 7 zugelassen. Eine Vollständigkeitserklärung ist erst ab Ãœberschreiten der Bagatellmenge von 30.000 kg/Jahr für die LVP-Fraktion (Weißblech, Alu, Kunststoff, Verbunde) notwendig.

Unter § 7, Eigenrücknahme bzw. § 11 Beauftragung Dritter, ist der Tätigkeitsbereich von KBS anzusiedeln. Seit 1993 hat KBS als Schöpfung der metallverpackungsherstellenden Industrie, der Weißblech-/Stahlindustrie und auch der Schrottrecyclingwirtschaft diese Aufgaben nach den jeweiligen Bestimmungen der VerpackV mit großem Erfolg und zur vollen Zufriedenheit seiner Lizenznehmer wahrgenommen.

Dabei konnten die Lizenzgebühren immer weiter gesenkt werden und liegen für Stahlverpackungen bei fast nur einem Zehntel der inzwischen in dualen Systemen verlangten Entsorgungspreise (57,00 EUR/t bei 3-Jahresvertrag für Stahl). Eine echte preiswerte Alternative also, wenn die Kriterien weitgehend zutreffen.

Dabei kann vom Abfüller nicht verlangt werden, dass er sich im einzelnen überzeugt, ob seine gewerblichen Kunden tatsächlich nicht über die Haushaltstonne auch diese Verpackungen entsorgen. Oft ist aber über die Art der Absatzwege oder über die Produktbeschaffenheit oder die Gebindegrößen bereits eine Zuordnung generell möglich. Auch darf in zumutbarer Weise geschätzt werden.

Ganz sicher macht es sich eine Vielzahl von Abfüllern leicht und lizenziert alle seine Verpackungen über ein duales System. Hier kann entsprechende Aufklärung und Beratung erheblich Geld sparen helfen.

Selbstverständlich steht KBS mit entsprechenden detaillierten Auskünften - auch in Einzelgesprächen - zur Verfügung.

Auch bei den Verpackungsmengen, die unzweifelhaft an private Haushalte geliefert werden, lässt sich in vielen Fällen die Lizenzgebühr noch optimieren. Nach jahrelangem DSD-Monopol sind zurzeit neun duale Systeme auf dem Markt und üben sich in erheblichem Wettbewerb. Einige Systeme bieten aufgrund detaillierter Analysen attraktivere Konditionen durch Heranziehung sogenannter Branchenlösungen nach § 6, Abs. 2. Dabei werden Teilmengen, die an sogenannten den privaten Endbverbrauchern gleichgestellten Anfallstellen im Rahmen einer bestätigten Branchenlösung erfasst werden, nicht in dualen Systemen lizenzpflichtig.

Auch hier kann eine genauere Analyse der Absatzwege bzw. der individuellen Kundenstrukturen dem Abfüller in vielen Fällen eine deutliche Verringerung seiner gesamten Lizenzkosten bringen.

Bei dieser Fragestellung steht KBS gerne mit Rat und Tipps zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt die Maßgabe, möglichst verschiedene Angebote einzuholen und gerne auch die Mengen nach Verpackungsarten oder nach der privaten bzw. gewerblichen Zuordnung zu splitten.

Nur ein wenig mehr Mühe mit oftmals überraschend großem Einsparungseffekt!

 

 

 

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